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Nachruf Fritz Rampfmoser
Nachruf Fritz Rampfmoser
Datum: 20.11.2011

Am Sonntag, 20. November 2011, verstarb in den frühen Morgenstunden Fritz Rampfmoser, Ehrenvorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut e.V. Im Alter von 66 Jahren erlag er einer heimtückischen Krankheit.

Mit dem Tod von Fritz Rampfmoser verliert die Feuerwehr Landshut einen allseits geachteten und geschätzten Kameraden. Sein jahrzehntelang ausgeübtes Ehrenamt als freiwilliger Feuerwehrangehöriger hinterlässt nachhaltige Spuren bei seinen Feuerwehrkameraden und in der Geschichte der Landshuter Feuerwehr.

In der St Wolfgangskirche fand am Donnerstag, 24. November 2011 der Trauergottesdienst für Fritz Rampfmoser statt. Am Schluss der kirchlichen Feier würdigten neben Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden Erich Hackl auch Berufskolleginnen und –Kollegen mit bewegenden Worten das Wirken Rampfmosers.

Mehr als einhundert Feuerwehrleute – darunter der Stellv. Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes Niederbayern Ehren-Kreisbrandrat (E-KBR) Werner Söldner und der ehemalige Stellv. Vorsitzende des Bay. Landesfeuerwehrverbandes E-KBR Josef Aschenbrenner – versammelten sich anschließend mit zahlreichen Trauergästen vor der Aussegnungshalle im Städtischen Hauptfriedhof. In einem langen Trauerzug gaben sie dem Verstorbenen das Geleit auf seinem letzten irdischen Weg. Am offenen Grab wurden Kränze der Gesamtwehr und der Stadtlöschzüge niedergelegt.

Am 23.9.1970 trat Rampfmoser – zu dieser Zeit Lehrer an der Schule Adlkofen - in die FF Landshut ein. Er wurde Mitglied bei den Stadtlöschzügen. Zusätzlich zu seinem Einsatz- und Übungsdienst unterrichtete er viele Jahre als Funksachbearbeiter die aktiven Kameraden.

Nach dem Tod des damaligen Vorstandes Hans Bauer wählte die Dienst- und Mitgliederversammlung im September 1986 Fritz Rampfmoser zum Vorstand des Feuerwehrvereins. Dieses Amt übte er – zwischenzeitlich bei nachfolgenden Wahlen stets eindeutig bestätigt - bis April 2001 aus. Im Dezember 2001 wurde Rampfmoser zum Ehrenvorsitzenden des Feuerwehrvereins ernannt. Trotz seines verantwortungsvollen Berufs (seit 1993 bis zum Beginn seines Ruhestandes 2009 Rektor an der Grundschule St. Nikola) und der vielfältigen Beanspruchung als Vorsitzender des Feuerwehrvereins fand Rampfmoser über die Jahre hinweg immer wieder Zeit für die Teilnahme an Leistungsprüfungen der Feuerwehr. Hier erreichte er zuletzt das Leistungsabzeichen der Stufe 5 (Gold mit Unterlegung in grün). Auch am gesellschaftlichen Vereinsleben der Feuerwehr nahm er gerne teil. In seiner offenen Art nutzte er zusammen mit der Feuerwehrführung die Gelegenheit, bei den verschiedensten Anlässen das freiwillige Ehrenamt der Landshuter Feuerwehr in der Öffentlichkeit beispielhaft zu vertreten und darzustellen. So konnten aus diesen Begegnungen oftmals für die Feuerwehr wertvolle Verbindungen zu Behörden, Wirtschaft, Vereinen und nicht zuletzt auch zur Bevölkerung entstehen und zu pflegen.

Mit Vollendung des 60. Lebensjahres wechselte er – entsprechend den zu dieser Zeit geltenden Bestimmungen des Bayerischen Feuerwehrgesetzes - im Juli 2005 vom aktiven in den passiven Feuerwehrdienst. Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen (u.a. als Schriftführer des Niederbayerischen Feuerwehrverbandes) ausgezeichnet wurde Fritz Rampfmoser im Dezember 1997 mit der Feuerwehr-Ehrenmedaille des Ndb. Feuerwehrverbandes und im April 2001 mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Nicht nur mit der Zugehörigkeit zur Feuerwehr war Rampfmoser ehrenamtlich Mitgestalter des öffentlichen Lebens in Landshut. So stellte er sich unter anderem als Fachberater für Verkehrserziehung und Unfallverhütung zur Verfügung, war Ortsvorsitzender des Jugend-Herbergwerks und Mitglied der Rotarier Landshut. Der Verstorbene verstand es, Tradition und Fortschritt nicht gegensätzlich und damit als unvereinbar zu sehen. Aufgeschlossen für das Neue und das Bewährte nicht zu verneinen, suchte und fand er Lösungen, die beiden Richtungen entsprachen und so zu allseits akzeptierten Ergebnissen führten. Wie auch im beruflichen Leben setzte er mit ganzer Kraft sein umfangreiches Wissen und sein vielseitiges Können bei Ausübung der Ehrenämter ein. Fritz Rampfmoser wurde so den hohen Anforderungen stets gerecht.

Wir trauern um unseren Kameraden Fritz Rampfmoser. Dankbar sind wir für die Zeit, die wir mit ihm verbringen durften. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seinen Familienangehörigen.

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen (Albert Schweitzer)


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